VORTRÄGE Sommersemester 2011
Im Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V.
Freiligrathstraße 13, 40479 Düsseldorf
Teilnahmegebühr Euro 7,50, ermäßigt Euro 5.-
Jeweils 19.30 Uhr, Vortrag und anschließende Diskussion
28. April 20111
Prof. Dr. Hans-Ulrich Reck
Traum.Enzyklopädie
Aus Anlass der ebenso umfassenden wie partikular bleiben wollenden Ausarbeitung einer Enzyklopädie des Traums mitsamt einer Kulturgeschichte des Onirischen - vorgelegt im Fink Verlag 2010 - sollen die zu entwerfende Skizze eines Panoramas zu einigen Zuspitzungen führen, die im gemeinsamen Gespräch offene Fragen und Entwicklungsperspektiven aktuell bedeutsamer Traum-Theorien erörtern sollen.
Das Werk: Hans Ulrich Reck, Traum. Enzyklopädie (Fink Verlag), München, 2010, 760 Seiten
Hans Ulrich Reck, Prof. Dr. phil. habil., Philosoph, Kunstwissenschaftler, Publizist, Kurator. Seit 1995 Professor für Kunstgeschichte im medialen Kontext an der Kunsthochschule für Medien in Köln, davor Professor für Kommunikationstheorie an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Letzte Publikationen als alleiniger Autor neben und nach 'Traum. Enzyklopädie': Pier Paolo Pasolini (Fink Verlag, Reihe 'directed by', München 2010), Spiel Form Künste. Zu einer Kunstgeschichte des Improvisierens, hg. v. Bernd Ternes (Philo/ Fine Arts, Reihe 'fundus', hg. v. Jan-Frederik Bandel, Band N° 197, Hamburg 2010). Zusammen mit Andreas M. Kaufmann Konzeption, Entwicklung und Realisierung der Ausstellungsinsel 'Ich kann, weil ich will, was ich muss' für 'Ruhr Atoll 2010. Kunst und Energie' 2009/ 10 im Rahmen der Aktivitäten und Ausstellungen der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet/ Essen (Baldeneysee Essen vom 12. Mai bis Ende September 2010).
26. Mai 2011
Prof. Dr. Christoph Weismüller
C. G. Jungs Siegfried-Imaginationen im Kontext der Beziehung zu Sabina Spielrein. Zum Verhältnis von Vision und Traum
Das viel diskutierte Bekanntschaft und besondere Beziehung von Sabina Spielrein und Carl Gustav Jung beginnt 1904. Besonders nah ist ihr Verhältnis bis 1909. 1910 beginnt eine Korrespondenz zwischen Spielrein und Jung. 1911 nimmt Sigmund Freud Sabina Spielrein in die Mittwochsgesellschaft auf. 1912 geht sie nach Russland und heiratet dort den Arzt Pavel Scheftel. 1913 wird ihre Tochter geboren. Im Dezember dieses Jahres meldet sich die Beziehung zu Sabina Spielrein in Jungs Visionen und Träumen wieder an, in denen die Figur des Siegfried im Mittelpunkt steht. Zwei Siegfried-Visionen von C. G. Jung - eine Vision und ein Traum - sollen vorgestellt und diskutiert werden.
Christoph Weismüller, Dr. phil. habil; Professor im Fach Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Leiter des Instituts für philosophische Beratung und Pathognostik in Düsseldorf; zweiter Vorsitzender von Psychoanalyse und Philosophie e. V. (Mitglied der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e. V.); ordentliches, ausgebildetes (GPP), praktizierendes und ausbildendes Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP); Dozent in den Fachbereichen Psychologie und Musik; Redaktionsleitung von Psychoanalyse und Philosophie; Leiter des Peras Verlags. Auswahl neuerer Buchpublikationen: Philosophie der Medien (2009); Fragen nach der Mathematik (2007); Das Humane der Globalisierung (2004); Zwischen analytischer und dialektischer Vernunft (2004); Musik, Traum und Medien (2001); Jean-Paul Sartres Philosophie der Dinge (1999/2000).
7. Juli 2011
Univ. Prof. Dr. Rudolf Heinz
Über Dissoziation und Konversion
Nach einer begrifflichen Vororientierung zu den thematischen Topoi, den „Abwehrmechanismen" „Konversion" und „Dissoziation", geht der Vortrag zu deren kasuistischer Belegtheit über: zu den Fallbeispielen einer - früher so genannten - „konversionshysterischen", den Metabolismus betreffenden (Diarrhö) Psychopathologie sowie einer MPD, „Multiplen Persönlichkeitsstörung", einem extremdissoziativen Musterbeispiel. (Im Vorgriff sprach ich vordem über ein marginales, wenngleich gravierendes Dissoziationsphänomen, die Heautoskopie.) Außerklinisch vermittelt werden soll ein erster Eindruck vom grundlegenden Abwehrcharakter der Dissoziation: des Generators des Unbewussten und dessen rettend verderbenden Symptomkonsequenzen, eben diesmal der Konversionshysterie und der MPD. m Sinne unserer psychoanalysekritischen pathognostischen Wendung darf die kriteriale Erwägung freilich nicht fehlen, dass die gesamtgesellschaftliche Dissoziationsverfasstheit - aktuell in der unmäßig gesteigerten Medienkonjunktur - der subjektiv pathologischen voraus- und nach-geht.
Rudolf Heinz, Dr. phil., Universitätsprofessor i. R. an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; psychoanalytische Ausbildung, psychiatrische Tätigkeit; Konzeption der psychoanalyse-kritischen Pathognostik; Erster Vorsitzender von Psychoanalyse und Philosophie e.V.; zurzeit Gastwissenschaftler an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf / Rheinische Kliniken; zahlreiche Fachpublikationen, unter anderem: Pathognostische Studien Band I-X; Logik und Inzest Vol. I-III; Retro. Band I-III; Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen (Pathognostik); Kainsmale und viele andere mehr.
SEMINARE
Gertrud Lettau, M. A.
Seminar
Ab 24. März 2011, weitere Termine werden dann vereinbart!
Ort: Saarbrückerstraße 10, 40476 Düsseldorf
Anmeldung: Tel. 0211 / 46 09 87, Frau Lettau, M.A.
Prof. Dr. Christoph Weismüller
Der Wolfsmann (2) Zur Logik des Symptoms: Traum, Urszene, Sprache, Zeichen, Geld und Dinge
Termine: Donnerstag, den 31. März 2011, 28. April 2011, 2. Juni 2011, 30. Juni 2011, 14. Juli 2011
Ort: Am Dammsteg 54, 40591 Düsseldorf
Anmeldung: Tel. 0211 / 22 81 72, Herr Prof. Dr. Weismüller
GEMEINSAME VERANSTALTUNG
des Psychoanalytischen Salons, Berlin mit Psychoanalyse und Philosophie e.V.
Über Kasuistik und Theorie der Hysterie
- Kurzreferate mit Diskussion -
Samstag, 25. Juni 2011, 14 - 18 Uhr
In der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie / LVR-Klinikum, Düsseldorf
ReferentInnen:
Dr. Birgit Pungs (Psychoanalytischer Salon, Berlin)
Dr. Mai Wegener (Psychoanalytischer Salon, Berlin)
für Psychoanalyse und Philosophie e. V.
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Heinz
Prof. Dr. Christoph Weismüller, und andere
Textreferenz: Freuds Hysteriestudie Elisabeth v. R. (in: Freud, Breuer: Studien über Hysterie)